Referenzen: Und Sie sehen, wie es funktioniert

Hier stellen wir Ihnen eine Auswahl an Übersetzungs- und Dolmetschprojekten vor und lassen die Inhaberin von GeoPolyGlob, Ilse Arnauld, zu Wort kommen.

 

Eine Herzensangelegenheit – mit Leidenschaft übersetzen

Projekt: Übersetzung einer Kampagne gegen Atomkraft aus dem Deutschen ins Französische.

Herausforderung: Die überzeugende Argumentation lebendig werden lassen und den richtigen Ton treffen.

Lösung: Da das Herz von Ilse Arnauld für den Umweltschutz schlägt und sie selbst auf Anhieb 100 gute Gründe für den Ausstieg aus der Atomkraft aufzählen kann, war der Text für die Kampagne schnell ins Französische übersetzt. Um den richtigen Ton zu treffen und eine überzeugende Argumentation zu liefern, hat Ilse Arnauld sich vorgestellt, sie stünde bei einer Antiatomkraftdemo auf der Bühne hinter dem Mikrofon. Sie hat den Text laut gelesen und wenn sie Schwierigkeiten hatte, die richtige Betonung zu finden, wusste sie, dass sie etwas umformulieren oder neu schreiben musste. Hier finden Sie das Ergebnis.

»Damals hatte mein Büro im Erdgeschoß ein großes Fenster, und ich habe mich seitdem immer gefragt, woher die seltsamen Blicke der Nachbarn wohl kommen ... Was man nicht alles für seine Kunden tut!«

Höchste Konzentration und jede Menge Spaß beim Dolmetschen

Projekt: Mehrtägiger Besuch einer französischen Wirtschaftsdelegation in Bayern. Austausch über Abfallwirtschafft, Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens und Rahmenprogramm.

Herausforderung:  Verdolmetschung einer Fachkonferenz in München und dolmetschen bei der Besichtigung der Stadtwerke in Rosenheim.

Lösung: Im Rahmen der Auftragsklärung wurde der Kunde umfassend zum Dolmetscheinsatz beraten und bei der Auswahl der richtigen Technik unterstützt.

Für die Konferenz stellte GeoPlyGlob ein Team aus Dolmetschern zusammen und bereitete es auf den Einsatz vor: Die Dolmetscher erhielten vorab die Präsentationen in schriftlicher Form sowie ein Glossar zur Abfallwirtschaft und Informationen zu den anwesenden Unternehmen und Organisationen. Während der Veranstaltung wurden die Dolmetscher von Ilse Arnauld betreut und unterstützt. Dazu gehörten auch die Versorgung mit Halsbonbons und bequemen Stühlen, regelmäßige Einsatzwechsel und das Coaching der Redner für ein gemäßigtes Sprechtempo.

Am zweiten Tag dolmetschte Ilse Arnauld in Rosenheim bei den Stadtwerken selbst. Kommunale Abfallwirtschaft, Müllverbrennung und das »virtuelle Kraftwerk« standen im Mittelpunkt. Nachdem Ilse Arnauld den französischen Gästen das Denken und die Prinzipien dahinter vermitteln und ein »Ah bon!« (Ach so!) ernten konnte, nahmen die Fragen kein Ende. Nach der Veranstaltung wurde das Glossar für Abfallwirtschaft erweitert und der Dolmetscheinsatz mit dem Kunden ausgewertet.

In einem Bericht des UmweltClusters Bayern erfahren Sie mehr über dieses deutsch-französische Treffen und die Rolle GeoPolyGlobs.

»An den Betriebsbesichtigungen finde ich toll, dass man vieles richtig zu sehen bekommt, was man sonst an Umwelttechnik nur verdolmetscht und übersetzt. So nehme ich immer neues Wissen mit und genieße die intensiven Gespräche. Und Spaß macht es außerdem!«

So präzise wie ein Chirurg – übersetzen mit dem Skalpell

Projekt: Übersetzung eines Gefährlichkeitsmatrix-Zuordnungsprogramms zur Bewertung und Kennzeichnung gefährlicher Abfälle.

Herausforderung: Höchste Präzision zum Wohl des Umwelt- und Gesundheitsschutzes und zur Verbesserung der Gefahrenkommunikation weltweit. Übersetzung in sechs Sprachen. Fixer Fertigstellungstermin wegen Vorstellung auf der IFAT.

Lösung: Abfall ist nicht gleich Abfall. Abfall ist ein Gemisch aus verschiedenen Chemikalien, die einzeln oder in ihrer Zusammensetzung äußerst gefährlich sein können. Daher gibt es international eine Vielzahl von Vorschriften, Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen, die jedoch zu unterschiedlichen Gefahrenbewertungen führen. Um die Einstufung und Kennzeichnung weltweit zu vereinheitlichen, wurde das Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packing of Chemicals (GHS) entwickelt.

Dr. Hanshelmut Itzel hat auf Basis des GHS ein Zuordnungsprogramm geschrieben, das die eigenverantwortliche Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien erleichtert und zudem die Gefährdung durch Abfälle berücksichtigt, die durch das GHS nicht abgedeckt sind.

Bei der Übersetzung dieses Programms war äußerste Präzision gefragt. Jede Chemikalie, jede Abfallsorte wurde gründlich recherchiert sowie die Kriterien für Bewertung und Kennzeichnung überprüft – und das doppelt und dreifach. Das kostete Zeit, die aufgrund des Messetermins jedoch begrenzt war. Durch gut gepflegte Terminologielisten und Glossare sowie konzentriertes Arbeiten und externe Unterstützung wurde das Zuordnungsprogramm rechtzeitig fertig. Auf der IFAT 2014 stellte es dann Dr. Itzel stolz in sechs Sprachen vor.

»Bei solchen Aufträgen fühle ich mich wie der Chirurg mit dem Skalpell am OP-Tisch. Genau wie er brauche ich dann absolute Ruhe und vollste Konzentration. Daher schließe ich die Bürotür, stelle das Telefon auf stumm und schalte den Anrufbeantworter ein. Sollte ich einmal nicht ans Telefon gehen, bin ich wahrscheinlich ganz konzentriert dabei Ihre Texte zu übersetzen!«