Wen sollte man mit der Übersetzung von technischen Dokumentationen beauftragen?

 Die enorme Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Übersetzung von Texten der technischen Dokumentation wird immer noch unterschätzt. In allen anderen Bereichen der Entwicklung eines neuen Produkts setzen Firmen selbstverständlich qualifizierte Spezialisten ein. Doch an den Übersetzungen, die für seine Einführung auf dem europäischen oder weltweiten Markt benötigt werden, wird allzu oft gespart. Das kann peinliche Folgen haben. Auf einen Satz wie „Durch drücken Knopfen von hinten, manchen Leuchten grün...“ ist jeder schon einmal gestoßen und hat vergebens versucht, ihm einen Sinn zu entlocken.

 

Wenn die Idee für ein neues technisches Produkt steht, werden in allen Bereichen Fachleute mit der Umsetzung betraut: Ingenieure besorgen die Entwicklung, Elektroingenieure konstruieren die notwendigen Antriebe, Werkzeugbauer kümmern sich um eine ausgefeilte Mechanik, Informatiker entwickeln die optimale Software.

 

Lauter Experten sind am Werk!

Designer geben dem Produkt ein ansprechendes Äußeres, Werbeprofis, Texter und Grafiker entwickeln gemeinsam eine dem Produkt entsprechende Sprache und prägen seinen unverwechselbaren Charakter. Das so entwickelte Produkt überzeugt, und alle Beteiligten sind mit ihrer geleisteten Arbeit zu Recht zufrieden. Doch dann zeigt sich, dass es sich in anderen Ländern nur schwer vermarkten lässt. Das bleibt rätselhaft, denn diese technische Neuheit liegt klar im Trend, sie ist innovativ und im eigenen Land ein überwältigender Erfolg.

 

Wo liegt das Problem?

Hinter Problemen mit der international erfolgreichen Vermarktung von Produkten verbirgt sich oft nur die technische Dokumentation zum Produkt, die schlecht übersetzt worden ist. Denn oft wird erst zuletzt daran gedacht, dass eine Übersetzung in möglichst viele Sprachen nötig ist, und dann ist die Zeit knapp. In großer Eile wird ein Übersetzungsbüro gesucht und beauftragt. Das alleinige Kriterium für die Erteilung des Auftrags ist dann meist der Preis für die Übersetzung. Die Übersetzer bekommen zunächst die Darstellungen der Bedienungsanleitung, dann die Sicherheitsbestimmungen. Und schließlich werden dann noch die Warnschilder nachgeliefert, die auf der Maschine angebracht werden sollen. Und wenn man schon dabei ist, soll gleich noch die Werbebroschüre für das Produkt übersetzt werden.

Die Übersetzung darf nicht mehr als eine Woche brauchen, denn die Anleitungen, Broschüren und Aufkleber müssen ja auch noch gedruckt werden. Am Ende sind alle Beteiligten froh, dass alles gerade noch rechtzeitig geklappt hat: Die Broschüren sind pünktlich von der Druckerei ausgeliefert worden, die technische Dokumentation konnte zusammen mit der Maschine und den mehrsprachigen Warnschildern verschickt werden. Doch dann kommt der erste Anruf eines Kunden aus dem Ausland. Er ist verunsichert und möchte wissen, wie viel Zeit die Maschine tatsächlich braucht, um einsatzbereit zu sein. Sind es 120, 20 oder 2 Minuten? Und ist damit die tägliche Rüstzeit gemeint oder nur die erste Inbetriebnahme? Die Sprachverwirrung ist komplett. Verursacht wurde sie durch eine inkonsequente Übersetzung von Fachbegriffen.

 

An der Übersetzung gespart?

Die Entwickler können sich nicht erklären, warum die Einführung des Produkts in anderen Ländern so problematisch ist. An der Technik ist nichts auszusetzen, die installierten Anlagen funktionieren einwandfrei. Doch die Missverständnisse und Nachfragen nehmen kein Ende.

Grund ist die schlechte Übersetzung der Bedienungs- und Wartungsanleitung, die unausweichlich zu Bedienungsfehlern oder einer unzureichenden Wartung führt. Der Kunde im Ausland wird ungeduldig und schließlich unzufrieden. Die  technischen Schwierigkeiten entstanden durch mangelhafte Kommunikation in Form einer schlecht oder inkonsequent übersetzten technischen Dokumentation.

Wäre nicht das erstbeste Übersetzungsbüro beauftragt und etwas mehr Zeit für die Übersetzungen eingeplant worden, hätte die Firma jetzt erheblich weniger Unannehmlichkeiten, und der Erfolg des neuen Produktes wäre auch in anderen Ländern durchschlagend.

 

 

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